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03.09.2013

Trendforscher Jánszky vor der IFA: "Deutsche Unternehmen sind so innovativ wie schon lange nicht mehr!"

Deutsche Unternehmen sind so innovativ wie schon lange nicht mehr

 

In wenigen Tagen öffnet die Internationale Funkausstellung ihre Türen für Besucher. Unternehmen werden ihre Ideen der künftigen Technologie präsentieren. Dabei wird es ernstzunehmende Entwicklungen geben, aber auch so manche Spielerei. Was ebenfalls sichtbar wird: Es werden viele neue Unternehmen in den Markt drängen und den etablierten Playern das Leben schwer machen. Trendforscher Sven Gábor Jánszky begrüßt diese Entwicklung und mahnt die Großen der Branche: "Ohne echte Innovationen werden sie langfristig keine Chance haben."

Trendforscher Sven Gábor Jánszky stellt den deutschen Unternehmen kurz vor dem offiziellen Beginn der Internationalen Funk-Ausstellung in Berlin ein sehr gutes Zeugnis aus. Wie das von Jánszky geleitete Trendforschungsinstitut 2b AHEAD ThinkTank in neusten Auswertungen seiner Dauerstudie "TrendIndex" zeigt, tätigen die deutschen Unternehmen derzeit kräftige Investitionen im Innovationsbereich. Laut der Befragung von 190 Trend-Entscheidern der deutschen Wirtschaft haben 42 Prozent der Unternehmen bereits eigene Trendmanagementabteilungen, weitere 13 Prozent planen kurzfristig deren Aufbau. Das Budget für Innovationsmanagement haben 41 Prozent der Unternehmen erhöht.

"Das zeugt nicht nur von einem sehr guten Trendklima, sondern erfreulicherweise auch davon, dass die Unternehmen die Bedeutung und das Potenzial von Trendmanagement und Innovationsprozessen erkannt haben", sagt Jánszky. Der seit 2010 erhobene TrendIndex erreichte folglich mit 168 von 200 möglichen Punkten einen neuen Höchststand. In diesen Wert gehen sowohl Investitionen in Innovationsprojekte, die Ausgaben für Innovationsmanager und -abteilungen als auch die Einschätzung des Trendklimas in den Unternehmen durch die Trend-Entscheider selbst ein.

Die durch die Unternehmen verfolgten Trends sind hauptsächlich geprägt von der Anpassung der eigenen Geschäftsmodelle an die digitale Geschäftslogik des Internets. Smarte Geräte führen zu adaptiven Produkten und einer steigenden Bedeutung des mobile commerce. Damit liege auch die diesjährige IFA voll im Trend, so der Trendforscher. Allerdings warnt er die Unternehmen, sich nicht von technologischen Spielereien blenden zu lassen. Auf lange Sicht könnten Unternehmen nur mit echten Geschäftsmodell-Innovationen überleben. "Mit dem langfristigen Blick eines Zukunftsforschers – wir reden hier über einen Zeitraum von zehn Jahren –  werden jene Technologien besonders erfolgreich sein, die unsere Art des Lebens und Arbeitens sowie die Geschäftsmodelle der Unternehmen verändern", sagt Jánszky. In Bezug auf die IFA gebe es zwei wesentliche Zukunftstechnologien: "Dazu zählen ganz sicher die OLED-Technologie und alle Geräte, die wirklich smart sind", so der Trendforscher.

Auch für die Zeit nach der Internationalen Funkausstellung zeichnet sich nach seinen Worten eine positive Entwicklung für die deutsche Wirtschaft ab. Laut des TrendIndex erwarten nur zwei Prozent der Befragten eine Verschlechterung des Trendklimas für das kommende Jahr. Dagegen stufen 88 Prozent der Unternehmen Innovationsprozesse als wichtig ein. 57 Prozent haben eigene Innovationsprozesse in ihrem Unternehmen etabliert, 28 Prozent planen, diese einzurichten. Wie zügig diese Absichten umgesetzt werden, wird sich bereits in der nächsten Auswertungsrunde des TrendIndex im Dezember 2013 zeigen.

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