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09.09.2014

Neue Trendstudie „Versicherungen 2020“ veröffentlicht

Neue Trendstudie „Versicherungen 2020“ veröffentlicht

 

 

Technologischer Wandel bringt: Neue Risiken, neue Werte, neue Produktchancen • Neue Produktchancen in Bereichen: Bildung Status, persönlicher Ruf, Daten und Mobilität • Schadensregulierung ausdifferenziert, werden Versicherungen für Kunden zu Präventions-Dienstleistern? • Versicherungsprodukte werden individuell & adaptiv und bieten „Privacy by Design“ • Consulting: 28 Strategie-Empfehlungen für den bevorstehenden Wandel

Leipzig, 9. September 2014 – Das Trendforschungsinstitut „2b AHEAD ThinkTank“ hat gemeinsam mit der HUK Coburg Versicherung und dem Anbieter für Kommunikationslösungen und -services Unify GmbH & Co. KG eine neue Trendstudie „Versicherungen 2020“ veröffentlicht. Die qualitative Delphi-Studie basiert auf den Prognosen von 30 Innovationsentscheidern, Strategiechefs und Zukunftsexperten. Sie ist die Fortsetzung der Trendstudie „Zukunft des Versicherungen“, die bereits zum Anfang des Jahres für branchenweites Aufsehen sorgte. Damals war es erstmals gelungen, eine Neuordnung der Kundensegmente für die Digital-Ära zu beschreiben.

 

Die neue Studie nimmt nun diese neuen Kundensegmente im Economy- und Premiumbereich zur Grundlage und untersucht, wie sich die Werte der Kunden verändern, welche neuen Risikobereiche in der Gesellschaft und im Alltag der Kunden entstanden sind und welche neuen Produktchancen vor der Versicherungsbranche liegen.

 

Der Studienleiter und Executive Director des Trendforschungsinstituts „2b AHEAD ThinkTank“, Sven Gábor Jánszky, verweist darauf, dass die klassischen Geschäftsmodelle der meisten Versicherungen heute noch auf einem überholten Verständnis von Unsicherheiten in der Welt basieren. „Versicherungen sind aus einer Vorstellung entstanden, dass das Hab und Gut der Menschen durch die Unsicherheiten der Natur bedroht sind: Feuer, Wasser und Sturm. Doch die Lebenswelten der Kunden haben sich geändert. Zu den bekannten Unsicherheitsbereichen sind neue Bereiche mit erheblichem Geschäftspotenzial hinzugetreten, die bislang kaum mit Produktangeboten versehen sind. Die Kunden empfinden neue Unsicherheiten in den Bereichen Bildung, Status, persönlicher Ruf, Daten sowie Mobilität.“

 

Aus diesen neuen Unsicherheiten in unserer Gesellschaft bzw. bei den Kunden entstünden für die Versicherungen automatisch neue Produktchancen, so der Trendforscher. „Wenn es stimmt, dass die gefühlte Unsicherheit in unserem Leben in den vergangenen Jahren gestiegen ist, dann haben Versicherungen ihren Job nicht gemacht! Sie haben es nicht geschafft, die neuen Unsicherheiten mit Rechenmodellen zu hinterlegen und damit zu berechenbaren Risiken zu machen!“

 

Grundlegender Wertewandel, adaptive Produkte und Privacy-by-Design

 

Die befragten Experten diagnostizieren einen grundlegenden Wertewandel der Kunden in der Versicherungsbranche. Der zentrale Wert des Kundenvertrauens verschiebt sich durch den technologischen Wandel. Waren es vor einigen Jahren noch Marken, Makler und Vertreter, die das größte Kundenvertrauen genossen, so vertrauen die Kunden künftig in großen Segmenten auf digitale Assistenzsysteme, das Kunden-Consulting ändert sich also. Diese lassen einen neuen Produktbereich der adaptiven Versicherungsprodukte entstehen. Adaptive Produkte reagieren auf ihre Umwelt anhand der Daten, die sie fortlaufend erheben und analysieren. Auf dieser Grundlage passen sich die Produkte jederzeit automatisch an die sich individuell und situativ verändernden Nutzungssituationen der Kunden an.

 

Christian Schmeiler, Leiter Vertrieb Key Account Insurance Deutschland bei Unify, kommentiert dazu: „Die intensive Nutzung von Online Portalen und neuen Kommunikationsformen hat auch im Versicherungsumfeld längst Einzug gehalten. Einige unserer Kunden haben bereits damit begonnen, ihre Contact Center in Richtung Social Media zu erweitern und mit dem eigenen Internetauftritt zu verzahnen. Neuartige Kundenbetreuungskonzepte mit starker technologischer Unterstützung rücken zukünftig immer mehr in den Fokus und werden in adaptiven und individuell kalkulierbaren Versicherungsangeboten resultieren. Bei der Umsetzung der neuen digitalen Bedrohungen in konkrete Versicherungsangebote stehen die meisten Unternehmen jedoch noch ganz am Anfang.“

 

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor dabei ist der souveräne Umgang mit sensiblen Daten. Dies bedeutet aber nicht die Ausdehnung des Datenschutzes oder das Zurückdrehen technologischer Entwicklungen. Vielmehr besteht die Möglichkeit der Versicherer auf diese Entwicklung zu reagieren darin, Produkte bereits bei der Konzeption mit unterschiedlichen Privacy-Levels zu planen. Dieses Prinzip von “Privacy by Design” erfordert zwar mehr Aufwand, ist jedoch ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal hochwertiger Produkte. In Zukunft wird die Datenfreigabe in Standard-Produkten für den Massenmarkt omnipräsent sein. Einige andere Kunden im Premiummarkt sind dagegen bereit die Kosten für mehr Sicherheit und Privatsphäre zu übernehmen.

 

Produkte werden daher in 2-3 Privacy Levels konzipiert. Basis-Level erfüllen zwar die gesetzlichen Vorgaben, haben jedoch in der Regel keine weiteren Einschränkungen zum Schutz der Privatsphäre. Die gesammelten Daten werden über abgesicherte Kommunikations-Kanäle an alle Teilnehmer des Datenverbunds zur Auswertung verteilt, bspw. Versicherungsträger, Maklerorganisationen, Risikoprofiler und weitere Dienstleister im versicherten Risikobereich. In höheren Privacy Levels gibt es Grundeinstellungen zum Umgang mit sensiblen Daten, die auch Unkundigen ein hohes Maß an Privatsphäre bieten. Auch ein Verbleib der Daten auf dem Gerät, das die Daten erhoben hat, ist in höheren Privacy Levels möglich.

 

28 Strategieempfehlungen für Geschäftsmodelle der Zukunft

 

Die Studie beschreibt in 28 Strategieempfehlungen, dass die etablierten Akteure der Branche keinesfalls ausweglos den Angriffen der Internetakteure ausgeliefert sind, sondern konkrete und begehbare Wege zur Veränderung ihres Geschäftsmodells vor sich haben. Sie können die neuen Unsicherheiten nutzen und in Produktchancen verwandeln. Dazu gehören auch Geschäftsmodelle, die in Ansätzen bereits von Nischenanbietern verfolgt werden, etwa Gruppenversicherungen und Honorarberatung.

 

Ebenso kündigt sich heute bereits ein kommender Regelbruch in der Branche an. Denn während die Produktentwicklung von Versicherungen im Bereich der Schadensregulierung weitgehend ausdifferenziert ist, tritt eine neuer Bereich zutage, der bislang weitgehend ohne Konkurrenz ist: Versicherungen haben laut Studie erhebliche Marktchancen als Dienstleister für Prävention und vorausschauendes Risikomanagement. Versicherungen die diese neuen Produktchancen nutzen wollen, werden Lifestyle-Garant ihrer Kunden. Diese wollen künftig nicht nur ihre Schäden ersetzt bekommen. Sie wollen vielmehr eine Versicherung als Partner, die ihnen den Erhalt eines erreichten Lebensstandards garantiert.

 

Gegliedert in sechs Trendfelder beschreibt die Studie auf 65 Seiten die kommenden Veränderungen im Versicherungsmarkt. Sie analysiert, in welchen Feldern es Zukunftspotenziale für die Versicherer gibt und wo neue Geschäftschancen entstehen.

 

Detailauswertung der Studie zum Download

 

Für Hintergründe und Details können Sie sich die Exklusivauswertung der Studie downloaden: Trendstudie "Versicherungen 2020"

 

KONTAKT

 

Bei Interviewanfragen und für Bildmaterial wenden Sie sich bitte an: 

 

kontakt@2bahead.com

2b AHEAD ThinkTank GmbH

Spinnereistraße 7 | Halle 20

04179 Leipzig

www.zukunft.business.com/

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