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03.12.2018

Business Intelligence muss in Zeiten von Künstlicher Intelligenz neu gedacht werden – Rethink IT ThinkTank bei 2b AHEAD

Das Thema der zweiten Sitzung des 2b AHEAD Rethink IT ThinkTanks vom 27.-28.11. lautete „Wie wird Artificial Intelligence die Zukunft von Business Intelligence verändern?“ und wurde am ersten Tag der Veranstaltung von Experten und Teilnehmern intensiv besprochen.

 

Die Experten Prof. Dr. Peter Buxmann, Professor für Wirtschaftsinformatik und Software & Digital Business an der TU Darmstadt, Olaf Schmidt, Inhaber von k+k information services, Florian Hübner, CEO von Decondia, und Jörg Mucha, IT Manager bei Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, ordneten das Thema aus ihrer jeweiligen Perspektive ein.

 

Laut wissenschaftlicher Prognosen, so Buxmann, wird die Singularität circa 2045 eintreten. Das heißt, Künstliche Intelligenzen werden zu diesem Zeitpunkt die menschliche Intelligenz eingeholt haben und sogar überholen können. Daher sieht er einen Handlungsbedarf in puncto Investitionen in Künstliche Intelligenzen, die er als „die Technologie unserer Zeit“ bezeichnet, und bewertete den KI-Plan der Bundesregierung als Schritt in die richtige Richtung.

 

Olaf Schmidt legte den Fokus seines Vortrags auf die Distributed Ledger Technologie und prognostizierte, dass durch die revolutionären Möglichkeiten von Blockchains in zehn Jahren das Internet in seiner heutigen Form nicht mehr existieren würde. Insbesondere das Internet of Things ist laut seiner Perspektive ein großer Treiber für die Blockchain-Technologie, welche die nötige Zertifizierung der kommunizierenden Gegenstände erst möglich macht. Laut Schmidt profitieren gerade Logistikbetriebe sowie Banken von dieser Möglichkeit und warnte zeitgleich, dass Finanzinstitute, die sich nicht schon heute mit Blockchain und Kryptowährungen beschäftigten, in zehn Jahren keine Geschäfte mehr machen würden.

 

Der Befürchtung, dass KIs IT-Fachkräften die Arbeitsplätze streitig machen würden, widersprach Florian Hübner. Er prognostizierte, dass Künstliche Intelligenzen zwar immer mehr Aufgaben im Low Code und No Code Bereich übernehmen werden, aber Experten würden stets gebraucht werden. Diese werden laut seiner Perspektive mehr Verantwortung übernehmen und den Einsatz von Künstlichen Intelligenzen in Unternehmen steuern und kontrollieren.

 

Für Jörg Mucha ist Business Intelligence sehr expertenabhängig, da man als Facharbeiter genau wissen müsse, was das Unternehmen von diesem Bereich erwarte, woher die Daten kämen und was damit zu tun sei. Während BI in der Vergangenheit, so Mucha, sehr passiv betrieben wurde, müsse man in Zukunft die Datenstruktur klar strukturiert mit Blick auf Qualität aufbauen, damit eine KI das richtige Ergebnis auch findet und Predictive Analytics vornehmen kann.

 

Damit können dann sogar ganze Produktionsprozesse wie zum Beispiel in der Nahrungsmittelindustrie von der KI gesteuert werden. So wird eine Künstliche Intelligenz an warmen Sonnentagen beispielsweise die Eisproduktion erhöhen und bei regnerischem Wetter diese zugunsten einer Pizzaproduktion herunterfahren. Auch in seiner Zukunftsprognose sieht er den menschlichen Experten eher als Trainer und Supervisor der KI.

 

In einer anschließenden Fishbowl-Diskussion stellten sich die Experten gemeinsam den gezielten Fragen der Teilnehmer. Die unterschiedlichen Perspektiven wurden darauf im Plenum diskutiert.

 

Am zweiten Tag des ThinkTanks nutzten unsere Zukunftsforscher die Thesen vom Vortag, um mit den Teilnehmern individuelle Herausforderungen zu besprechen und neue Strategien für ihre Geschäfte zu entwickeln.

 

Neugierig geworden? Dann besuchen Sie unsere Webseite www.thinktank-universe.com

 

Der nächsten Termine lauten:

 

A World Beyond HR II am 05. und 06. Dezember

 

Rethink Retail am 30. und 31. Januar 2019

 

 

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