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Zehn Kinder - 100 Jahre

100 Years Ahead: Ten stories from our future

Der 2b AHEAD ThinkTank startet die ambitionierteste Langzeitstudie der deutschen Zukunftsforschung

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie unser Alltag in 100 Jahren aussehen könnte? Wie wirken sich politische, soziale und ökonomische Veränderungen auf unser Leben aus? Ersetzen künstliche Intelligenzen schon bald unsere Lehrer, Kollegen, Politiker und Führungskräfte? Müssen wir in 100 Jahren noch arbeiten? Wird ein Roboter ein Liebespartner, bester Freund oder Elternteil sein? Welche Krankheiten sind im Jahr 2115 heilbar? Und wie verändern sich Deutschland, Europa und die Welt?

 

Diesen und vielen weiteren Fragen gehen wir in unserer außergewöhnlichen Langzeitstudie „100 Years Ahead: Ten stories from our future“ auf den Grund. Das Hauptanliegen der Studie ist es, einen breiten öffentlichen Diskurs über die Gestaltungsmöglichkeiten der Zukunft anzuregen. Wir verstehen uns als Gesellschaftsprojekt, das eine aktive Auseinandersetzung mit den kommenden Veränderungen ermöglicht. Wie werden wir in Zukunft leben? Und: Wie wollen wir in Zukunft leben?

Neun reale Menschen und eine künstliche Intelligenz

Die Langzeitstudie des 2b AHEAD ThinkTanks lässt die Zukunft schon jetzt lebendig werden: Wir erzählen zehn mögliche Zukunftsgeschichten mithilfe von neun real existierenden Kindern, die im Jahr 2015 geboren wurden. Zusätzlich adoptieren wir eine künstliche Intelligenz. Wir begleiten unsere zehn Protagonisten auf ihren Wegen in verschiedene Zukünfte, die bis ins Jahr 2115 reichen. Gemeinsam beschreiten wir zukünftige Lebenswelten, die wir beobachten und reflektieren. Folgenden Fragen wird Denk- und Gestaltungsspielraum geboten: Wie könnte das Leben aus der Perspektive eines Zehnjährigen im Jahr 2025 aussehen, wie das eines 50-Jährigen im Jahr 2065 oder eines 100-Jährigen im Jahr 2115?

Methodische Vielfalt für eine Zukunft voller Möglichkeiten

Die klassischen 2b AHEAD Trendstudien blicken in der Regel zehn bis 15 Jahre in die Zukunft. Unsere Researcher befragen mindestens 15 Experten zu Trendentwicklungen bestimmter Branchen. Die Experten werden mithilfe des Trendcycle-Modells identifiziert und mittels der Delphi-Methode befragt. So können mögliche Entwicklungen in der nächsten Dekade vorgezeichnet und reflektiert werden.

 

Auch die Langzeitstudie bedient sich sozialwissenschaftlicher Methoden. Da wir aber zum Nachdenken über eine 100-Jahres-Perspektive anregen möchten, ist es notwendig eine Vielzahl möglicher Zukünfte zu illustrieren. Deshalb greifen wir zusätzlich auf die Szenariotechnik zurück.

 

Mittels der qualitativen Delphi-Methode befragen wir Experten zu den Themenfeldern Körper, Bewegung, Lernen, Orte, Wege und Beziehungen. Unser Expertenpool setzt sich aus Akteuren zusammen, die in zukunftsformenden Bereichen der Politik, der Technologie, der Wirtschaft und des Sozialen tätig sind. Der thematischen Vielfalt entsprechend greifen wir auf eine breite Basis zurück: Die Anzahl an Fachleuten umfasst in den ersten fünf Jahren bereits 500 Personen (100 pro Jahr). Auch später bleibt die Studie ein Dialog: Nach fünf Jahren geben wir den Experten, die im ersten Jahr an den Befragungen teilnahmen, die Möglichkeit, ihre Prognosen zu erweitern und dem Lauf der Zeit anzupassen. Ab diesem Zeitpunkt bietet die Studie wertvolle Einsichten über die Prognosekompetenzen in den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft.

 

Die Besonderheit der Langzeitstudie ist die 100-Jahres-Dimension. Je weiter wir uns in die Zukunft bewegen, desto schwieriger können wir eindeutige Aussagen über sie machen. Deshalb ziehen wir bei unserer Studie die Szenariotechnik hinzu, welche die Pluralität von Zukunft berücksichtigt. Diese Technik soll eine Vielzahl von möglichen Zukünften abbilden, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Gut vorhersehbare Entwicklungen in der näheren Zukunft bilden einen gemeinsamen Bezugsrahmen: Das Standardszenario. Ausgehend hiervon entwickeln wir unterschiedliche Hauptszenarien. An dieser Stelle beginnen die Lebensgeschichten unserer Protagnisten voneinander abzuweichen. Auch „wild cards“ werden in der 100-Jahres-Perspektive berücksichtigt. Dabei handelt es sich um massive Einschnitte, die nicht vorhersehbar sind, aber bei ihrem Auftreten das Geschehen stark prägen – wie zum Beispiel eine Naturkatastrophe. So bekommt der Leser eine plastische Vorstellung davon, wie sich unsere Zukunft bis in das Jahr 2115 entwickeln könnte.